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Die Aroniapflanze - ein wissenswerter Überblick

Die Aroniabeere ist in aller Munde und überall spricht man von ihr, als die Beere, die so gesundheitsfördernd ist. Dieser Artikel soll Ihnen einen Überblick verschaffen, was die Aroniapflanze eigentlich ist, woher sie kommt, welche Sorten es gibt, wie man sie richtig anbaut sowie pflegt und wozu man sie verwenden kann.
 

 

Verzeichnis (klicken Sie auf den jeweiligen Link, um den Abschnitt zu lesen)

  1. Herkunft der Aroniabeere
  2. Sortenvielfalt
  3. "Gesicht" der Aronia
  4. Anbau und Pflege
  5. Warum ist die Aronia so gesund?
  6. Verwendung der Beeren
  7. Frische Aroniabeeren essbar

 

Herkunft der Aroniabeere

Bild: Aroniapflanze mit reifen Früchten„Aronia“? Noch nie etwas von dieser Pflanze gehört? Kein Wunder – die Aroniapflanze, auch „Apfelbeere“ genannt, kam vom östlichen Nordamerika nach Europa. Zu verdanken haben wir das dem sowjetischen Botaniker und Obstzüchter Iwan Wladimirowitsch  Mitschurin. Dieser erkannte die gesundheitlichen und pflanzenbaulichen Potenziale und brachte die Heilpflanze in die Sowjetunion.

Zunächst lediglich als Exponat in Botanischen Gärten. Später baute man sie auf riesigen Flächen in der Altai-Region sowie im europäischen Teil der UdSSR an. Mitschurin züchtete dort u.a. die bekannte und frostresistente Sorte „aronia melanocarpa“. Im nordöstlichen Amerika, das Heimatland der Aronia, galt sie schon damals als Heilpflanze. Die Indianer machten aus den Aroniabeeren zusammen mit anderen Wildfrüchten eine Art „Müsliriegel“. In Deutschland wurden die ersten Aronia-Pflanzen 1976 in der ehemaligen DDR angebaut, genauer gesagt in der damaligen LPG „Berglandobst“ in Schirgiswalde bei Bautzen (Friedrich, Schuricht 1985).

 

Sortenvielfalt

Worin besteht denn nun eigentlich der Unterschied zwischen den einzelnen Aronia-Sorten? Sind alle Sorten wirklich unterscheidbar? Ja, aber dazu braucht es schon ein geschultes Auge.

Die Wildsorte der Aronia wird in Ihrer Wuchshöhe nicht so groß wie die Kultursorten. Desweiteren ist die Wildsorte besser verzweigt und hat kräftig grüne Blätter. Hinsichtlich des Beerengeschmacks besitzt sie mehr Gerbsäure als die Kultursorten. Dies macht die Aroniafrüchte herber im Geschmack. Die Kultursorten „Viking“ und Nero“ zeichnen sich durch ihre langen und schwuppigen Austriebe aus. Wie groß die Auswahl an Kultursorten ist, wird durch die verschiedenen Aronia-Bezeichnungen deutlich:

 

Sowjetunion: „Nero“ Aroniapflanzen gibt es in vielen Sorten
Finnland: "Viking", "Ahonnen"  
Schweden: "Rubina", "Hugin"
Ungarn: "Fertödi"
Dänemark: "Aron", "Serina" und "Hakkija"
Slowakei: "Moravska sladkoploda"
Estland: "Kashamachi" und "Mandschurica"
 
 

„Gesicht“ der Aronia

Haben sie schon mal den „Indian Summer“ erlebt? Das sollten Sie! Mit einem Aroniastrauch holen Sie sich den „Indian Summer“ in den Garten. Das herrlich kräftige Rot der Laubfärbung im Herbst wird auch Sie beeindrucken. Aber auch die zarten weißen Blüten im Spätfrühling (Mai), die wie Apfelblüten aussehen, sind wunderschön anzusehen. Die einzelnen Blüten sind zu Doldentrauben vereint.

 

                         Aronia-Plantage in Coswig

                                          Aronia-Plantage am Elbe-Radweg in Coswig (im Herbst)

 

Anbau und Pflege

Für die Aroniabeere bedarf es keinen „grünen Daumen“, denn sie ist eine recht anspruchslose und anpassungsfähige Pflanze. Sie kommt mit fast allen Böden zurecht. Lediglich bei Sandböden muss man häufiger gießen, sowie bei Lehmböden ist auf Staunässe zu achten.  Sandböden kann man jedoch durch das Untermischen von Humus und Kompostdünger verbessern.  Standorte mit hoher Boden- und Luftfeuchtigkeit sind sehr gut geeignet. Aber auch auf sauren und leicht salzhaltigen Böden kommt sie noch gut zurecht. Für alle Gärtner ist die Robustheit ein Argument, da die Pflanze gegen Schädlinge und Krankheiten nahezu unempfindlich ist.

Die Aroniapflanze bevorzugt einen sonnigen bzw. einen halbschattigen Standort. Über zu kalte Winter braucht man sich als Gärtner keine Sorgen machen, da sie extrem frosthart ist. Bis zu -35 Grad kann die Pflanze in „saftleerem“ Zustand bestehen. Schnee und Eisregen machen der Aronia gar nichts aus. Auch das Einpflanzen von „wurzelnackten“ Aronien im Winter stellt kein Problem dar, solange kein Bodenfrost besteht.  Getopfte Aroniasträucher können hingegen auch im Sommer eingepflanzt werden, da diese schon sehr gut durchwurzelt sind. Man muss lediglich im Sommer häufiger gießen, da die Wurzeln noch nicht so lang sind, um an ausreichend Wasser zu gelangen.

Sollten Sie vorhaben, eine Hecke aus Aronien zu pflanzen, ist ein Pflanzabstand von 40 bis 50 cm zu empfehlen. Dafür eignet sich die Wildsorte der Aronia am besten. Der ideale Pflanzzeitpunkt für Aroniapflanzen ist der Herbst bzw. Spätherbst. Denn hier sind die Pflanzen aus der Vegetationsphase heraus. Somit haben sie den ganzen Winter Zeit, sich an den Standort zu gewöhnen und Wurzeln zu schlagen. Ab dem zweiten Standjahr trägt die Apfelbeere gewöhnlich ihre ersten Beeren. Einen Verschnitt braucht die Aronia übrigens nur selten. Nach vier bis sieben Jahren sollte man dann aber mal eine Schnittschere in die Hand nehmen.

Übrigens kann die Aronia-Pflanze bis zu 25 Jahre alt werden!
 

Warum ist die Aronia so gesund?

In Deutschland ist die Aronia stark im „Kommen“, da sie für ihre gesundheitliche Wirkung d.h. als Heilpflanze bekannt geworden ist. Doch was steckt in dieser „Gesundheitsbeere“? Was macht sie für uns so interessant?

Innerhalb der Pflanzenwelt besitzt die Aroniabeere  über eine der höchsten Anthocyan*-Konzentration, einem Flavon­oid, dem Ernährungswissenschaftler aufgrund der antioxidativen Wirkung sogar eine krebsmindernde Wirkung zugestehen. Außerdem enthält die Aroniabeere hohe Gehalte an Vitamin-K, Vitamin-E, Folsäure und Flavonoiden, was sie recht herb in ihrem Geschmack macht.

Die Apfelbeere gilt als toller Radikalenfänger. Studien aus Osteuropa und den USA sollen dies belegen. Freie Radikale greifen Körperzellen an, um ihnen das fehlende Elektron zu entreißen. Dadurch schädigen sie die Körperzellen in ihrer Struktur und Funktion. Demzufolge ist der Körper angreifbarer für Krankheiten. Prof. Hermann Heinrich aus Rostock (Zellforscher) äußert sich dazu folgendermaßen: "Es hat sich gezeigt, dass rund 70 Prozent aller Krankheiten durch freie Radikale entstehen“.  

Die in hoher Konzentration vorkommenden Antioxidantien in der Aronia sind eben diese Radikalfänger. Freie Radikale sind negative Stoffwechselprodukte, welche sich aufgrund eines fehlenden Elektrons im Ungleichgewicht befinden. Sie entstehen u.a. durch Stress, Rauchen, Elektrosmog, UV-Strahlung, Umweltgifte und vieles mehr.
Freie Radikale schädigen die Körperzellen in ihrer Struktur sowie Funktion, wodurch Krankheiten entstehen können. Antioxidantien können Freie Radikale neutralisieren und bringen den Körper somit wieder ins Gleichgewicht. Zudem deuten unterschiedliche Studien darauf hin, dass die Pflanzenfarbstoffe der Aroniabeere neben der antioxidativen Wirkung auch entzündungshemmend, antibakteriell, Leber und Magenschleimhaut schützend wirken sowie einen positiven Einfluss auf erhöhte Cholesterin- und Blutzuckerwerte und Bluthochdruck haben. Aus diesen und weiteren Gründen wird die Aroniabeere auch als gesundheitsfördernd angesehen.

 *(Anthocyane sind rot-blaue Pflanzenfarbstoffe)

 Was steckt in der Aroniabeere?
  Quelle: Arbeitsgemeinschaft Aroniabeere

 

Verwendung der Beeren

Auch wenn immer wieder nach der Verwendung der Aroniabeeren gefragt wird, ist man mit der Verwertung der Beeren nicht eingeschränkt. Genau wie mit vielen anderen Obstsorten kann man aus ihnen Marmelade, Konfitüre, Likör, Saft und Sirup herstellen. Auch getrocknete Aroniabeeren lassen sich hervorragend ins Müsli beimischen. Weitere Rezepte finden Sie auch unter www.Aronia-Rezepte.com.

 

Laut langläufigen Meinungen, die im Internet kursieren, wird vom Verzehr frischer Aroniabeeren abgeraten. Begründet wird diese Aussage mit dem hohen Gehalt an gebundener Blausäure in den Aroniabeeren, genauer gesagt in den Kernen. Glücklicherweise wurde diese Aussage am 11. August 2011 durch den AID und zusätzlich durch die Veröffentlichung des Bundesinstituts Max Rubner in Karlsruhe entkräftet und widerrufen.

Ein Teil der Meldung ist richtig. Denn in den Kernen der Aroniabeere ist tatsächlich ein geringer Anteil an gebundener Blausäure enthalten. Das ist nicht ungewöhnlich, denn in vielen pflanzlichen Lebensmitteln ist die Säure, die an gebundenen Zuckermolekülen gebunden ist.

Gesunde Zellen haben einen gut funktionierenden Mechanismus, der die Blausäure im Körper entgiftet. Frisch, unverarbeitete Aroniabeeren enthalten bis zu 1,2 mg an gebundener Blausäure. Ein Kind kann am Tag bis zu 500g frische Aroniabeeren zu sich nehmen, ein Erwachsener bis zu 1 kg.

Übrigens: Beim Erhitzen der Aroniabeeren verflüchtigt sich die (gebundene) Blausäure schneller. Der regelmäßige Verzehr von verarbeiteten Aroniaprodukten ist daher unbedenklich.

 


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